Verantwortung

Verantwortung: welche Gefühle löst dieses Wort bei dir aus? Schwere? Last? Bürde? Unmut? Fühlst du dich unwohl oder neutral oder stolz, wenn du dieses Wort: Verantwortung hörst? Steht Verantwortung mit dem Wort „müssen“ in Verbindung?Verantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Ausblick

Verantwortung

Wenn wir als Kinder und Jugendliche unserem Alter entsprechend spontan Verantwortung übernommen haben, war es leicht, spielerisch und befriedigend. Meist kriegten wir dafür keine Anerkennung, weil es „normal“ war. Das (er)Leben selbst hat uns belohnt. Wenn wir uns aber nicht so verhalten haben wie wir sollten, mussten wir Erwartungen erfüllen und spätestens in der Pubertät hörten wir das Wort: Verantwortung übernehmen. Die Eltern und Lehrer lagen uns damit in den Ohren und es hatte oft mit Kritik zu tun. Und schon war die Verknüpfung mit müssen (und Unlust) geschaffen.

Wenn du Verantwortung für dein Leben übernimmst, ist es befriedigend, erfüllend, beglückend, (auch wenn es manchmal zuerst gilt, sich der Angst zu stellen). Doch Angst zu „überwinden“ ist befreiend. Wenn  Verantwortung zur Last wird, überwiegt das Muss das Wollen. Frage dich, ob du wirklich musst, oder ob du mit deinem Bewusstsein ich muss in ich will transformieren kannst. Einige deiner Lasten werden so erheblich leichter. Oder die Energie der Last verwandelt sich in Tatkraft und „es“ fällt dir leicht, oder Freude tritt an Stelle der Last. Und wo sich ich will nicht richtig anfühlt, frage dich: was kann ich ändern? Muss ich wirklich? Bin ich tatsächlich ausgeliefert? Kann ich vielleicht einen anderen Blickwinkel einnehmen? Für mich einstehen? Die Verantwortung demjenigen übergeben, dem ich sie abgenommen habe? Oder soll ich mich von einer Situation, einer Person trennen?…. Frage dich, denk jetzt nicht an die Anderen, denn nur du kannst (mit Leichtigkeit) die Verantwortung für dein Leben tragen und wirklich etwas in deinem Leben ändern. Dann verändert sich auch das Aussen!

Je mehr du willst, was du tust, desto leichter, freudiger, erfüllender werden deine „Pflichten“, desto kraftvoller fühlst du dich. Und weisst du was? Du wirst nicht mehr wütend auf die Anderen sein, für die du eingesprungen bist, oder durch die du dich „gezwungen“ gefühlt hast. Es wird sich auch zwischenmenschlich viel entspannen.

Manchmal nehmen wir unseren Kindern und Partnern auch Verantwortung ab, weil es uns „bequemer“ erscheint und Ärger erspart. Aber Kinder übernehmen gerne ihrer Entwicklung gemäss Verantwortung, wenn sie richtig motiviert werden, ihr Lustprinzip „angesprochen“ wird und man sie es auf ihre Weise und in ihrem Tempo machen lässt. Und auch unsere Männer unterstützen uns gerne, wenn wir unsere Bitte in klaren Worten (nicht emotional und nicht typisch weiblich andeutend und umschreibend) an sie richten und in einem Moment, wo wir ihrer Aufmerksamkeit gewiss sind. Und vergiss nicht, Mann und Kinder dafür an-zu-erkennen. Und weisst du was? Menschen macht es froh und glücklich, wenn sie anderen dienen, andere unterstützen können.
Verantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Spuren

Empathie

Wir Frauen sind in einem hohen Masse Empathen, weil wir Beziehungswesen sind. (Wikipedia: Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen wie z.B. Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl gezählt.)

Wenn du den Eindruck hast, dass dies nicht so sehr auf dich zutrifft, ist höchst wahrscheinlich dein Partner ein Empath. Vielleicht übernimmst du in diesem Falle (zu viel) Verantwortung, weil Empathen sehr stark im Empfinden leben, auf dieser Ebene viel Verantwortung übernehmen (was meist von den Anderen nicht wahrgenommen wird oder wahrgenommen werden kann) und sie dadurch in weltlichen Dingen oft „schwach“ sind, oder überfordert, oder energetisch am Anschlag. Sie sind „Atmosphärenbereiniger“, Beziehungsausgleicher, tragen energetisch sehr viel für Andere und für die Anforderungen der Alltagswelt sind sie oft blind. Meist regenerieren sie sich durch Rückzug in ihr Inneres und brauchen Zeit für sich (und fürs nichts Tun) Vielleicht denkst du in diesem Fall beim Weiterlesen über deinen Partner nach. Das wird dir helfen, einiges besser zu verstehen und dadurch fallen auch bereits Lasten (und Groll?) weg.

Wenn du sehr intensiv wahrnimmst, wie andere sich fühlen, übernimmst du oft auch Verantwortung für sie, du nimmst ihnen einiges ab, trägst mit, unterstützt und umsorgst sie. Viele Menschen wenden sich mit ihren Problemen an dich, weil du gut zuhören kannst, mitfühlend und unterstützend bist und oft auch einen guten Rat für sie hast. Wenn du Mitleid mit ihnen empfindest, mit- leidest, oft noch stundenlang mit ihren Problemen beschäftigt bist und vielleicht sogar nachts wachliegst, lädst du dir (freiwillig) ihre Probleme auf die Schultern (oder auf dein Gemüt). Frage an dich: glaubst du, dass du ihnen damit hilfst? Und was ist mit dir? Wie viel schwerer lasten die Anforderungen des Alltags auf dir, wenn du die Lasten all jener, mit denen du fühlst, auf dir trägst? Meinst du nicht, dass es höchste Zeit wird Verantwortung loszulassen?Verantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Licht durchflutet den Wald

Probleme und inneres Wachstum

Jeder Mensch hat sein eigenes, persönliches „Lernprogramm“ im Leben. Du hast deine ganz persönlichen Stärken und Talente, deine Schwächen und auf dich zugeschnittenen Herausforderungen und Probleme, die deiner Entwicklung dienen. Alle Probleme sind Chancen, die genau mit deinen Bedürfnissen übereinstimmen. Das Leben weiss, woran du wachsen kannst und wo du eventuell herausgefordert werden musst, um deine Komfortzone zu verlassen.

Die Probleme anderer Menschen sind zugeschnitten auf deren inneres Wachstum. Wenn du fremde Probleme (Fremdenergie) übernimmst, lädst du dir Lernaufgaben auf, die nicht zu deinem Wesen, deiner Entwicklung passen.  Ausserdem nimmst du der Person, zu der diese Lernaufgabe gehört, die Chance, daran zu wachsen.

Versteh mich nicht falsch: ich sage nicht, dass du nicht für andere da sein sollst oder darfst. Es gibt einen Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl. Wenn du mit- fühlend bist, hast du ein offenes Ohr und ein offenes Herz. Du fühlst mit dem Anderen mit, hörst ihm zu, berätst ihn, genau wie du das immer tust. Aber dann entlässt du ihn zurück in sein Leben und lässt ihn und seine Geschichte los, vertraust seiner Kraft und Stärke. Wenn „es“ dich nicht loslässt, dann sende ihm deine Liebe, deinen Segen und komm ganz bewusst wieder in deinem Leben, in deiner Geschichte an. Vertrau auch den Menschen, um die du dir Sorgen machst, dass sie auf ihre Art, zu ihrer Zeit ihre Probleme lösen und daran wachsen und erblühen werden. Lass los. Vertrau dem Leben, vertrau der inneren Kraft und Weisheit von dir und den Anderen.

Ein Freund hat mir früher mal ein Bild mitgegeben: Ein Problem ist, als ob du einen Berg erklimmen musst. Kurz bevor du den Gipfel erreichst, verstärkt es sich oft noch einmal und zeigt sich in all seinen Facetten. Und du denkst, du schaffst es nie. Genau an diesem Punkt kommen die Leute zu dir. Du kannst sie dabei unterstützen, diesen letzten Schritt zu meistern, den Gipfel zu erreichen und dann haben sie „es“ gemeistert. Oder du machst ihnen Mut (gibst ihnen den notwendigen, liebevollen Tritt in den Hintern) und vertraust darauf, dass sie es schaffen. Wenn du „es“ ihnen abnimmst, gehen sie erleichtert nach Hause und fangen viel weiter unten am Berg wieder von Neuem an, sich hinaufzukämpfen und die Geschichte wiederholt sich.

„Leuchttürme rennen nicht auf der Insel herum und suchen nach Booten, die sie retten können. Sie stehen nur da und senden ihr Licht aus.“
Anne LamottVerantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Schilfgürtel

Verantwortung und Mittragen

Vielleicht bemerkst du gar nicht, wie viel Verantwortung du für Andere übernimmst und wie sehr dich das Gewicht fremder Sorgen und Probleme herunterzieht. Lass folgende Fragen auf dich wirken:

  • Bist du oft mit den Sorgen anderer Menschen beschäftigt?
  • Sorgst du dich oft um Andere?
  • Fühlst du es körperlich, wenn es jemandem schlecht geht?
  • Kommen die Anderen mit ihren Sorgen und Nöten zu dir, doch für dich ist niemand da?
  • Denkst du manchmal: oh nein, jetzt will wieder jemand etwas von mir?
  • Oder: nicht schon wieder der !?
  • Nervt es dich manchmal, wenn die Anderen einfach nicht weiter- oder vorwärts kommen?
  • Hast du das Gefühl, andere saugen an dir, ziehen deine Energie ab?
  • Oder dass andere „an dir kleben“?
  • Spürst du eine Schwere, die an dir zieht?
  • Ziehst du dich immer mehr von anderen Menschen zurück?

Je mehr Fragen du mit ja beantworten kannst, desto grösser ist die Verantwortung, die du, wahrscheinlich eher unbewusst, zur Zeit für andere trägst. Dies zeugt von grossem Mitgefühl, Einfühlsamkeit und Liebe, aber erinnere dich: die Lasten anderer gehören nicht zu deinen Lernerfahrungen, die deiner Entwicklung dienen. Es sind ihre Chancen, um daran zu wachsen.

Oft kannst du mehr für Andere tun, indem du einfach du bist, in deiner Mitte ruhst und dein Licht leuchten lässt. Denk an den Leuchtturm. Ein strahlender Mensch bringt auch die Menschen in seinem Umfeld zum leuchten. Licht ist ansteckend. Du kannst weiterhin Mitgefühl und ein offenes Herz haben, aber auf eine Art und Weise, die auch dir wahrhaft gut tut.Verantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Schneebaum

Warum übernimmst du zuviel Verantwortung?

Vielleicht sind es Beziehungsmuster aus deiner Familie, die du unbewusst weiter trägst. Zum Beispiel, dass du dich aufopfern musst, um geliebt zu werden, dass du nicht gut genug bist. Vielleicht sind es bedürftige Anteile aus der Kindheit, die nicht genug Liebe und Wertschätzung bekommen haben. Vielleicht suchst du auf diesem Weg Liebe und Anerkennung.

Vielleicht fühlst du dich schuldig, wenn es dir gut geht, du fröhlich und ausgelassen bist, du erfolgreich bist in dem, was du tust, während es Anderen nicht gut geht, sie mies drauf sind, in der Opferrolle verharren. Dann nimmst du dich zurück, machst dich kleiner als du bist und tust noch mehr für andere, um dein „Gewissen zu beruhigen“. Du willst nicht, dass andere sich wegen dir schlecht fühlen.

Oder könnte es sein, dass du den Anderen zu wenig zutraust? Erinnere Dich: was wir denken, bestätigt sich immer wieder im Leben.

Bei mir war es so: Ich fühlte meine Liebe am stärksten, wenn ich für andere da war. Ich fühlte am besten meine innere Kraft und Stärke, wenn ich Anderen helfen und sie unterstützen konnte. Vielleicht war ich dann am meisten ICH SELBST, weil ich in diesen Momenten ganz offen, ganz im JETZT, ganz ohne meine Schutzpanzer war. Ich fühlte mich durch die Anderen geliebt und bestätigt. Aber ich konnte all das nicht in meinem Alltag leben, ich konnte es auch nicht für mich selber tun. Ich war meist ausgelaugt und am Rande meiner Energie. Ich habe mich damals ganz bewusst für eine Zeit von den Anderen zurückgezogen, um herauszufinden, wer ich bin, ohne die Anderen. Interessanterweise musste ich das nicht kommunizieren, die Hilfesucher haben sich in dieser Zeit nicht gemeldet!

Oft erstarren wir, wenn wir fremde Energie tragen. Körperliche Betätigung bringt die Energie wieder in Fluss. Katzen sind bekannt dafür, dass sie gerne an Orten mit für uns „negativer Energie“ liegen und dass sie uns helfen, uns von lastenden Energien zu befreien. Weisst du, was sie tun, wenn es auch ihnen zu viel wird? Sie gehen raus und streifen die „Überenergien“ an Büschen und Gräsern ab. Und lassen sich von der Natur wieder ins Gleichgewicht bringen. Das möchte ich auch dir empfehlen: Wenn du in der Natur unterwegs bist, alle deine Sinne öffnest, durchatmest und deinen Gedanken freien Lauf lässt, kommst du wieder in deiner Mitte an, die Lasten fallen von deinen Schultern und du fühlst dich frei wie der Wind. Unterwegs in der Natur fliessen einem auch oft Einsichten und Lösungen zu. Die Bilder zu diesem Blog sind auf einem meiner Spaziergänge entstanden. Sind sie nicht wunderschön und berührend? Fühlst du nicht schon beim Betrachten dieser Bilder den Zauber der Natur?Verantwortung, Blog: Übergewicht, Untergewicht, seelische Sicht, Lichtstreifen

Nun danke ich dir für deine Aufmerksamkeit, für unseren Austausch, und ich wünsche dir, dass Verantwortung für dich leicht und erfreulich wird, dein Rucksack sich leert und diese Leichtigkeit sich auch in deinem Körper ausdrücken darf.

Alles Liebe

Elisabeth

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