Gedanken zu den Festtagen und zum Jahreswechsel

Die dunkle Jahreszeit fordert uns auf, es der Natur gleichzutun: Die Aktivitäten zurückzufahren. Sich Zeit zu nehmen, sich Raum zu geben,sich aus der äusseren Welt zurückzuziehen und den inneren Welten zuzuwenden.

Gerade in diese Zeit fallen Weihnachten und der Jahreswechsel.

Weihnachten, das Fest der Lichter, der Liebe, des Friedens, der Familie. Kaum ein Fest im Jahreslauf weckt so viele Sehnsüchte und Wünsche. Mit unseren Geschenken möchten wir unsere Liebe und Zuwendung ausdrücken und auch gezeigt bekommen. Wir haben Lust zu backen, statt zu kaufen, und vielleicht auch zu basteln, damit wir etwas ganz persönliches schenken können. Eine ganz besonders stimmungsvolle Atmosphäre zu gestalten und mit unseren Lieben zusammenzusein. Den Zauber zu spüren und zu teilen.

Aber diese Zeit setzt uns auch unter Stress, gerade, weil es so viele Erwartungen zu erfüllen gibt, auch unsere eigenen. Keine Zeit zeigt uns so deutlich, was unsere eigenen Sehnsüchte sind, aber auch wo und wie wir uns verbiegen, weil wir anderen genügen, der Tradition folgen, es richtig gut machen wollen. Vieles tun wir, weil es so erwartet wird, weil man es so macht, weil man niemanden enttäuschen möchte.

Immer wenn ich „man“ höre, oder jetzt auch schreibe, geht es um Erwartungen, die „man“ hat, oder meint, erfüllen zu müssen. Wenn ich etwas wirklich gerne mache, wenn es mich erfüllt, erfreut, nährt, sage ich ICH.

Zu keiner Jahreszeit sind wir so offen, wie in der Weihnachtszeit. Bereit zu lieben, zu teilen und Liebe zuzulassen. Die Schutzpanzer werden dünner, wir sind verletzlicher. Und zu keiner Zeit stolpern wir leichter in die Falle, den Bedürfnissen und Erwartungen anderer zu dienen und unsere eigenen zurückzustellen. Oft enden die Feiertage dann in Frust, Enttäuschung, Erschöpfung und einem oder zwei kg mehr auf den Rippen. Wenn das bei Dir nicht so ist, dann geniesse die Freude und den Frieden und gönne Dir Ruhe zwischen den Festtagen. Und leichte, wohlschmeckende Kost, das nächste Festessen naht bestimmt.

Wenn Du Dich nicht rundherum glücklich und zufrieden fühlst, dann geh in Deiner Erinnerung zurück in die vergangenen Tage. Was möchtest Du anders machen, nicht (nie) mehr wiederholen, weil es schon in der Vergangenheit unbefriedigend war und Du nicht gewagt hast, andere zu enttäuschen. Manchmal geht es den anderen sogar gleich und auch sie wären erlöst, wenn Du Mut zur Veränderung hast und den ersten Schritt wagst.

Wenn Du denkst, dass Du zu viel verändern müsstest, dann gäbe es die Möglichkeit, nächstes Jahr Weihnachten mal weit weg von allem und allen zu feiern. Dann sind die Gewohnheiten schon mal unterbrochen und ein Neuanfang leichter.

Wenn der ganze Rummel mit den Geschenken ein Grund ist, könntest Du es Familie und Freunden erklären und wünschen, dass lediglich  Kinder und Partner beschenkt werden. Und mit dem Geld, das man für Erwachsenengeschenke ausgeben würde, gemeinsam ein Hilfswerk oder eine Stiftung aussuchen und bedürftige Menschen beschenken. 

Wenn das Essen zum Thema wird, könnte man sich gegenseitig zu einem Brunch oder leichtem Zvieri einladen und die Hauptmahlzeiten umgehen.

Wenn zu viele Termine zum Problem werden, lade jemanden zum Brunch ein und besuche am Abend den nächsten. Der folgende Tag ist dann der Tag, wo jeder nach Lust und Laune das tut, was er gerne möchte.

Wenn Du keinen Bock auf die Familie des Partners hast und er keine Lust auf Deine, teilt Euch auf. Wenn dann die Besuche auch noch gleichzeitig stattfinden, verletzt es niemanden.

Und wenn es Menschen gibt, die Du nicht mehr sehen willst, dann habe den Mut es auch zu tun.

Meine Schwiegermutter hat mir gestanden, dass sie viel von mit gelernt hat. Sie stand immer stundenlang in der Küche und hat alle verwöhnt, während die anderen den Besuch so richtig geniessen konnten. Ich habe die Speisen immer so gewählt, dass ich alles vorbereitet habe und der Ofen dann die Arbeit für mich tat. Oder es gab etwas, das wir gemeinsam am Tisch kochten. Es war immer gut und so hatte auch ich Zeit, das Zusammensein zu geniessen.

„Was hat das alles jetzt mit Über- oder Untergewicht zu tun?“

fragst Du Dich jetzt vielleicht, abgesehen davon, dass die Feiertage dazu verleiten, zuviel zu essen? (Erlaubst Du Dir, ein feines Festessen so richtig zu geniessen? Ohne schlechtes Gewissen? Und ohne Dich hinterher zu verurteilen?)

Wenn Du Dich selber mit Deinen Wünschen und Bedürfnissen immer wieder zurücknimmst und hinten anstellst, machst Du Dich selber klein. Du gibst den anderen Deinen Raum ab, gibst ihnen mehr Wert und mehr Liebe. Irgendwann kommen dann die Gefühle auf: und wer beachtet mich, tut was für mich, liebt mich oder trägt auch mal mich auf Händen? Dadurch, dass Du immer für die anderen da bist, und gut zu ihnen schaust, und dasselbe nicht auch für Dich tust, machst Du Dich selber „wertlos“, Du landest im Mangel. 

Entweder drückt dann der Körper diesen Mangel aus durch Mager- sein. Oder unser Körper reagiert auf den Mangel und legt Reserven an, um uns in den „mageren Zeiten“ gut zu unterstützen.

Oft fallen wir in ein Verhalten, uns selber schlecht zu behandeln, nicht- wert zu fühlen und nicht- fähig. Obwohl das nur unsere eigene Wahrnehmung ist, andere sehen uns in unserer Stärke und mit unseren Fähigkeiten. Oder wir bäumen uns auf und erwarten, dass die anderen unsere Wünsche „riechen“ und unsere Bedürfnisse erfüllen, was meist nicht geschieht, weil Wünsche nicht riechen! 🙂

Oft fällt es uns Frauen schwer, unsere Wünsche (klar und neutral)  auszusprechen und „an den Mann zu bringen“. Oft sind uns unsere Wünsche nicht einmal selber klar, da wäre es wichtig, in uns hineinzuhorchen und uns immer wieder danach zu fragen. Wie sollen unsere Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse von andere erfüllt werden, wenn sie uns selber nicht klar sind, oder wir sie nicht aussprechen? Menschen, die uns lieben und gerade unsere Männer möchten uns nämlich glücklich machen und glücklich sehen!

Jahreswechsel

Wenn Du auf das alte Jahr zurückblickst, sei gnädig mit Dir und dem Leben. Richte Deine Aufmerksamkeit auf alles, was Du wirklich gut gemacht hast. Es muss nicht etwas Grosses sein, all die vielen kleinen Dinge, die Du vielleicht sogar als selbstverständlich empfindest, sie sind es nicht! Anerkenne Dich dafür, klopf Dir selber mal auf die Schultern und lobe Dich selber. Denn Du schaffst mit all diesen kleinen „Dingen“ Grossartiges, damit alle sich wohlfühlen, geliebt und umsorgt.

Schau auch auf die Momente, wo andere etwas für Dich getan haben, oder Dir etwas abgenommen haben, Dir zugehört haben. Und bedanke Dich in Deinem Herzen bei ihnen.

Und wenn Du ins Neue Jahr hineinblickst, sei auch gnädig mit Dir. Halte Deine Vorsätze so klein, dass Du sie Schritt für Schritt erfüllen kannst und nicht wie vielleicht so oft daran scheiterst. Denn wenn Du es schaffst, sie zu erfüllen, wirst Du Dich auch erfüllt fühlen, das Gegenteil von Mangel! Und anerkenne immer wieder, was Du leistest, und sei es auch noch so klein und alltäglich! Denn wenn Du das mit Dir übst, wirst Du Dich gut fühlen, und es wird Dir immer einfacher fallen, auch die anderen an-zu-erkennen, und sie werden es auch zurückgeben. Und vergiss nicht, Dir Deiner Wünsche klar zu werden und sie auch auszusprechen, in einem Guten Moment, wo Du und Dein Gegenüber offen seid und Euch einander nahe fühlt.

Alle Blumen und Gestecke: Gärtnerei Egligrün, Sirnach

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Elisabeth

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