Aufbruch, neues Leben

Frühlingserwachen

Ich glaube, zu keinem Zeitpunkt im Jahreslauf fühlt man die Übereinstimmung vom Geschehen in der Natur und unserer „Innenwelt“ so klar wie gerade jetzt. Vor allem an sonnigen, frühlingshaften Tagen: Aufbruch. Die winterliche Trägheit und Zurückgezogenheit ringt mit der Aufbruchsstimmung und das Wetter liefert jeweils die Entsprechung dazu. An sonnigen Tagen will neues Leben aus uns herausbrechen, an stürmischen, regnerischen Tagen, wenn die Kälte erneut über uns hereinbricht, verlässt uns diese Energie wieder. Obwohl die Stürme reinigend sind und eigentlich unsere Energie ankurbeln möchten. Aber noch ist es nicht so weit. Noch gehen wir wieder in den Rückzug, verkriechen uns im warmen Nest.

Die zarten Blumen, die jetzt bereits unser Herz erfreuen, haben die Erfahrungen früherer Generationen in ihrer Zwiebel gespeichert. Wenn ihre Zeit naht, dringen sie durch die steinharte Erde ans Licht. Sie fragen sich nicht, wie es wohl an der Oberfläche aussieht. Ob da noch Schnee und Eis liegt, ob es schneit, hagelt oder stürmt, ob die Temperaturen angenehm sind und ob überhaupt die Sonne scheinen wird. Sie folgen dem Ruf ihrer Natur, Sie verschliessen ihre Blüte (Schutz), wenn die Umstände widrig sind, aber sobald die Sonne scheint, öffnen sie ihr Herz und schenken sich dem Leben hin.

Wie ist es mit dem Ruf deines Herzens?

An sonnigen Tagen spüren wir diese Aufbruchsstimmung. Ich kenne einige Frauen, die bereits anfangen zu putzen. Im Inneren fängt es an, sich zu regen, das Leben will wieder in Fluss kommen, drängt aus der Tiefe ans Licht. Das Putzen ist eine Seite der Aufbruchsstimmung, ähnlich der traditionellen Fastnacht: die dunklen Geister wollen ausgetrieben, alter Müll entlassen werden, neues Leben, neue Reinheit und Klarheit wollen „geboren werden“.

Vor einigen Tagen wurde mein viertes Enkelkind geboren. Das Kind drängt ins Leben, egal, was es draussen erwartet. Und niemand erwartet eine Geburt ohne Schmerzen, aber wenn die Mutter das Kind in den Armen hält, ist alles vergessen. Das neue Leben berührt, bezaubert, verzaubert, bewegt und öffnet das Herz und verbindet.

Wenn du dir an Sylvester etwas vornimmst, das sich im Neuen Jahr ändern soll, ist das in der Regel eine Entscheidung auf Gedankenebene. Was jetzt ins Leben drängt, kommt aus deiner Tiefe, aus der Herzensebene. Es ist der Ruf deines Lebens, deiner Seele, die sich vollkommen entfalten, sich hingeben möchte.

Was will in dir neu geboren werden?

Was ist es, das jetzt aus der Tiefe hochsteigt, ans Licht will, ins Leben drängt? Was will „ausgemistet“ werden, damit du dich wie eine zarte Frühlingsblüte dem Leben hinschenken kannst?

Lausche deinem Sehnen, es ist die Stimme deiner Seele, die immer wieder bei dir „anklopft“, um dich in dein wahres Leben zu begleiten. Die dich aus der Mühle des Dramas, des Schmerzes und des Leidens herauslocken will ins Leben, in die Freiheit, in die Freude und Erfüllung.

So zart wie die Blüten, die jetzt an sonnigen Tagen dein Herz erfreuen, sind die Empfindungen, die in dir hochsteigen. Aber spürst du die (Schub)Kraft? Spürst du die Kraft des Auf- Bruchs? Spürst du, dass da etwas raus will? Ins Leben? In dein Leben?

Die Kraft des Neu- Werdens im Frühling betrifft auch uns Menschen. Und wir können diese Kraft nutzen. Sie ist all- überall, auch in uns. Der Nest- Trieb, der uns zum Putzen antreibt (könnte man auch als Lust bezeichnen, andere nennen es Putzwut) hat eine starke Schubkraft. Genau so viel Energie steht uns jetzt zur Verfügung, Neues ins Leben zu gebären…

Aufbruch bedeutet auch aufbrechen. Die harte (Schutz)Schale möchte aufbrechen, damit neues Leben sich in dir entfalten kann. Dieses Neue ist noch schutzbedürftig und braucht Zuwendung (wie ein Baby), war es doch bis jetzt unter einer „harten Schale“ gut verborgen und geschützt, aber für dich unerreichbar. Mach es wie die zarten Frühlingsblumen: öffne dich mutig und frage nicht nach den Wenns und Abers. Du bist heute erwachsen und stark und nicht mehr das ausgelieferte Kind, das die Schutzschalen einst gebildet hatte. Du bist fähig, das neue Leben zu beschützen, zu hegen und zu pflegen und gut zu umsorgen.

Wenn du durch den Wald spazierst, werden dir die Moose „ins Auge springen“. Sie gedeihen zur Zeit prachtvoll. Moose sind Pionierpflanzen. Sie brauchen Feuchtigkeit und Schatten, damit sie sich so richtig entfalten können. Sie bauen zusammen mit Pilzen und Kleinstlebewesen Altes, Sterbendes ab, damit ein neues Milieu entstehen kann, wo nachfolgende Pflanzen sich einnisten und gedeihen können. Mit Hilfe der Nährstoffe, die aus dem „Sterbenden* entstehen.

Was möchte in dir sterben, damit neues Leben sich entfalten kann?

Welche Erfahrungen deiner Ahnen und deines eigenen (er)Lebens dienen dir, stärken dich? Welche gehören zu deiner Schattenwelt? Beide haben dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Auch aus den Schatten hast du deine Stärke erschaffen! Welche Schatten behindern dich im lebendig sein? Wo möchtest du die „Moose walten lassen“, damit das neue Leben, das in dir ans Licht drängt, sich entfalten kann?

Du brauchst Mut, den Schatten anzuschauen, ihn zu fühlen, ihm Raum zu geben, ihn als Teil von dir anzuerkennen. Beobachtest du ihn und wie er sich in deinem Leben auswirkt, wird er sich auflösen. (Erinnere dich: die Moose brauchen den Schatten und die Feuchtigkeit (Wasser = Gefühle), um zu gedeihen. Wenn du den Schatten zurückdrängst (verdrängst) wird er sich immer wieder melden. Wenn du gegen ihn ankämpfst, stärkst du ihn und gibst ihm Macht.

Du kannst das Spiel der Natur (Winter kontra Frühling) nutzen, um sowohl den Schatten, der sich auflösen will und das, was sich ins Leben gebären will, zu erkennen. Sobald die Sonne scheint und der Frühling sich meldet, wirst du spüren, „was da raus will“. Horche in dich hinein, spür den lebendigen Drang, fühle, was sich dir zeigen will. Hat der Winter wieder das Zepter in der Hand, wirst du deinen Schatten wieder wahrnehmen. Du fühlst dich schwerer, kraftloser, lustloser, „grauer“. Horche auch jetzt in dich hinein: was will sich dir zeigen? Was brauchst du nicht mehr? Was macht dich eng? Wovon hast du die Nase voll….?

Lass dich von der Frühlingssonne rauslocken in die Natur, ins Leben. Noch scheint die Welt ziemlich kahl zu sein. Aber schau, wie sich die Knospen an den Bäumen mit prallem Leben füllen. Schau, wie Leben aus dem Boden drängt. Erfreue dich am leuchtenden Grün der Moose, der Farne, die sich entrollen, am Spiel der Wolken zwischen den (noch) kahlen Bäumen am Tanz der Sonnenstrahlen auf dem Wasser, am Gesang der Vögel….

Überall regt sich Leben, und schon bald schwelgt die Natur in neuem Leben, sie überbordet. Lass dich davon anstecken. Nutz die Chance, diese Energie auch in dir zu spüren, dieses Geschenk anzunehmen.

In meinem Artikel: Traum, Liebe, Beziehung, Gewicht, findest du vor allem im letzten Teil Anregungen, wie du etwas Neues in dein Leben bringen kannst. Der Artikel: Der Schmerzkörper kann dir im Umgang mit deinen Schatten hilfreich sein. Den Schmerzkörper kannst du auch mit deinem Schatten gleichsetzen.

Ich wünsche dir einen bewegenden, berührenden, lichtvollen und fruchtbaren Frühlingsanfang

Elisabeth

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